Letztes Feedback

Meta





 

Pirates of the Caribbean – Fremde Gezeiten von Rob Marshall

Die coolsten Piraten aller Zeiten machen sich bereit für ihr viertes Abenteuer...

Jack Sparrow hat unfreiwillig eine neue Crew gefunden: damals verführte er die schöne Angelica zur Piraterie und nun muss er zusammen mit ihr und ihrem berüchtigten Vater Captain Blackbeard die Quelle der ewigen Jugend finden. Doch nicht nur sie stechen in See, sondern auch Captain Barbossa der fadenscheinig unter königlicher Flagge segelt, hat ein Interesse daran, die Quelle und somit Captain Blackbeard zu finden, mit dem er noch eine Rechnung offen hat. Um von der lebensverlängernden Kraft aus der Quelle Gebrauch machen zu können, benötigt man zwei besondere Kelche und die Träne einer Meerjungfrau... eigentlich keine leichte Aufgabe, jedoch eine Leichtigkeit für Jack Sparrow der noch durch jedes Abenteuer hindurchgetorkelt ist.

Lange muss man nicht warten, bis unser aller Lieblingspirat die große Leinwand schmückt. Sein erster Auftritt in diesem vierten Teil ist sehr originell und weckt Vorfreude auf die nächsten zwei Stunden mit Jack Sparrow. Zurecht! - denn Johnny Depp schafft es auch hier mal wieder mit seinem spaßigen Charme alle Sympathien auf sich zu ziehen. Einige Witze zünden nicht immer so richtig, dennoch entschädigen altbekannte Sprüche und vertrottelte Aktionen vollkommen dafür. Unterstützt wird er erneut von Geoffrey Rush, der mal wieder eine teuflisch gute Vorstellung als Captain Barbossa hinlegt und seinen Gegner Blackbeard (Ian MyShane) mit Leichtigkeit an die Wand spielt. Angesichts dieses neuen Bösewichts wünscht man sich doch glatt Davy Jones zurück. Dafür ersetzt die feurige Angelica (Penelope Cruz) ganz wunderbar die Figur der Elizabeth Swann, denn sie stellt den weiblichen Gegenpart zu Jack Sparrow dar und bewährt sich an seiner Seite – auch ohne sentimentale Liebesgeschichte. Die Anzahl an relevanten Charakteren bleibt recht übersichtlich, was dem Film nur gut tut, denn somit droht dieser Teil der Reihe nicht im heillosen Chaos zu versinken. Die Geschichte wird konsequent erzählt und es gibt keine größeren Verwirrungen und keinen Action-Overkill. Allerdings fehlen epische Schlachten und der Aufhänger des Abenteuers – die Quelle der ewigen Jugend – kommt einem recht unspektakulär vor. Hier und da gibt es ein paar Längen, z.B. wenn die Suche nach den Kelchen unnötig ausgeweitet wird, da diese bereits von den Spaniern geklaut wurden, bevor Jack und Barbossa die Chance hatten. Dennoch gibt es recht gut umgesetzte Ideen: die Meerjungenfrauen, die zwar wunderschön, jedoch todbringend und schwer zu fangen sind, schmücken die Piratensaga mit mystischer Atmosphäre und ein Schiff, welches aus einem Felsen herausragt und bei Übergewicht zu einer Balancefalle wird, ist auch ein netter Einfall, um die Suche nach der Quelle für Jack und Co. spannender zu gestalten.

Insgesamt erkennt man eindeutige Parallelen zum ersten und unumstritten besten Teil der Reihe. So wird die Kampfszene zwischen Jack und Angelica zu einer Wiederaufnahme des Kampfes zwischen Will und Jack in der Schmiede, der Showdown an der Quelle der ewigen Jugend erinnert stark an die Kampfszene in der Schatzkammer auf der Isla de Muerta und die letztendliche Aussetzung Angelicas auf einer einsamen Insel muss gar nicht erst erklärt werden. Zwar kann dieser Film nicht mit dem Einfallsreichtum des ersten Teils mithalten und wirkt an manchen Stellen eher wie ein krampfhafter Versuch an den damaligen Erfolg anzuknüpfen; jedoch gelingt es hier und da, die alte Magie wieder aufleben zu lassen, was man nach zwei enttäuschenden Fortsetzungen hoch anrechnen kann.

Für Fans der Reihe ein absolutes Muss und natürlich auch für alle Piratenfans! Klar soweit?!

Wertung: 2.0

26.5.11 12:02

bisher 3 Kommentar(e)     TrackBack-URL


Max (1.6.11 13:35)
Ich bin diesmal mit deiner Wertung nicht ganz einverstanden - ich würde allenfalls eine 3,5 für diesen Film vergeben. Natürlich ist der Film nett anzuschauen, die Schauspieler machen ihre Sache ganz gut und ich bin während der Vorstellung nicht vor Langeweile eingeschlafen. ABER Eine Geschichte gewinnt nicht allein dadurch an Schwung, dass sich Jack Sparrow irgendwo entlanghängelt. Zudem wird etwas wenig erklärt, wieso offensichtlich alle von der Quelle wissen. Was ist denn dann noch ein Geheimnis? Wieso musste die Tochter von Blackbeard erst durch Jack Sparrow auf die Piraterie gebracht werden? Und wen bitte interessiert die Geschichte von dem Priester und der Meerjungfrau? Und wo bitte ist die Magie des ersten Teils? Alles in allem zwar ein solider Film aber mit vielen Lücken und meiner Meinung nach etwas zu bemüht, die entsprechenden Charaktere miteinfließen zu lassen. Allenfalls Mittelfeld!


finakino (1.6.11 16:54)
Dass ein Film auf jeden Fall dadurch Schwung gewinnt, weil Jack Sparrow auftritt, sage ich ja nicht. Meiner Meinung nach hat sein Mitwirken den 2. und 3. Teil der Reihe nicht gerettet. Aber ich finde, dass auch seine Figur hier wieder besser in Szene gesetzt wird, so dass man allgemein mehr Spaß am Film bekommt. Allgemein finde ich dass der Film erstmals wieder an die alte Magie des ersten Teils anknüpfen - aber nicht herankommen - kann. Natürlich wirkt er grundsätzlich etwas bemüht, aber das ist der Fluch der nun bereits dritten Fortsetzung. Der erste Film alleine hätte definitiv ausgereicht.
Ansonsten erkenne ich an deinem Kommentar die kühle Logik des Max, die sogar vor Abenteuerfilmen keinen Halt macht:-) Danke für deinen Kommentar!


Max (1.6.11 18:03)
Verstehe mich nicht falsch: Ich finde den Film sogar ganz in Ordnung. Er ist nicht unspannend (aber auch nicht spannend - mehr irgendwo dazwischen) und ich hatte nicht das Gefühl durch meinen Kinobesuch Geld zum Fenster rausgeschmissen zu haben. Nur in meinem DVD-Regal wird er keinen Platz finden.

Name:
Email:
Website:
E-Mail bei weiteren Kommentaren
Informationen speichern (Cookie)


 Smileys einfügen