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Priest von Scott Charles Stewart

Mordlustige Vampire und kämpfende Priester in einer hoffnungslosen Welt...

Eingesperrt innerhalb einer totalitären Gesellschaft, die von der Kirche kontrolliert wird, fristen die Menschen ihr Dasein. Einst kämpften sie gegen Vampire und die einzige wirkungsvolle Waffe gegen sie waren voll ausgebildete Priester. Als die Vampire, angeführt von einem Untoten, wieder erstarken und die Nichte eines Priesters entführen, beginnt dieser seinen persönlichen Kreuzzug gegen die Blutsauger. Unterstützt wird er dabei von einer weiteren Gotteskriegerin und dem Revolverhelden Hicks.

Eine Fabrikstadt, schmutzig und dunkel, von dichtem Rauch durchzogen und kalt flimmernde Bildschirme, über die der Diktator zu den Menschen spricht - diese Dystopie jagt einem reihenweise kalte Schauer über den Rücken und kreiert ein Gefühl des Unbehagens, welches man den ganzen Film über nicht mehr verliert. Die Orte des Geschehens bleiben düster und unheimlich: die kahle Wüstenlandschaft außerhalb der Stadt, der unendliche, sich in Gängen windende Vampirstock oder das Lager der Untoten. Hinzu kommt noch die schlichte dunkle Kleidung der Priester und schon haben wir ein perfektes Set Design, welches einen Film über die Vampirapokalypse hervorragend unterstützt. Hinzu kommt noch der dunkle Held Priest, der mit seiner stillen Überlegenheit einen intensiven Eindruck hinterlässt. Er scheint die ganze Zeit einen inneren Schmerz mit sich herum zu tragen und wirkt andererseits so furchtlos und eisern, wenn er sich den ekelig schleimigen Vampirwesen entgegenstellt. Alle anderen Figuren um ihn herum wirken sehr blass, auch sein pompös inszenierter Gegenspieler Black Hat, der von Karl Urban verkörpert wird, kann den Zuschauer wenig beeindrucken.

Spannung bietet der Film reichlich. Die blitzschnell springenden Vampire sorgen für genügend Schockmomente und die Ereignisse folgen so wahnsinnig schnell aufeinander, dass dem Zuschauer kaum Zeit bleibt zum Luftholen. In knapp 90 Minuten wird die Handlung kurzweilig abgespult, aber vielleicht hätte es dem Film gut getan, an einigen Stellen etwas langsamer vorzugehen, um die spannungsgeladenen Szenen nicht an ein Actiongeprassel grenzen zu lassen. Auch die teils platten Dialoge könnten mit etwas mehr Tiefgründigkeit angereichert werden.

Vorhersehbar ist der Film natürlich auch, jedoch bietet er gute Unterhaltung für Action- und Horrorfans.

 

Wertung: 2,3

21.5.11 16:04

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