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Thor von Kenneth Branagh

Aufgepasst, an alle Fans der nordischen Mythologie: Thor, der Donnergott kommt auf die Erde! Eine gute Gelegenheit, ihn persönlich zu treffen.

Ein heller Blitzstrahl und ein reißender Wirbelsturm... dann steht er plötzlich da: Thor! Verbannt von seinem Vater Odin, direkt aus der göttlichen Welt Asgard hinab auf die Welt zu den Sterblichen. Der Grund: Thors Starrköpfigkeit und Arroganz lassen einen alten Krieg zwischen dem Himmelsreich Asgard und den Eisriesen aus Jontunheim wieder aufflammen. Eine gute Gelegenheit für Thors Halbbruder Loki, die lang ersehnte Stelle seines Bruders einzunehmen und die Anerkennung seines Vaters zu gewinnen. Derweil trifft Thor auf der Erde auf drei Wissenschaftler und auf seinen herabgestürzten Hammer, den er nur als wahrer Held wiedererlangen kann. Während Thor versucht, sich in seiner neuen Rolle zurecht zu finden und Gefallen an der klugen Wissenschaftlerin Jane findet, wird das Tor zu Asgard von den eisigen Feinden bedroht...

Eine schillernde Götterwelt und eine kahle Eiswelt... sofort zu Beginn des Films hat man das Gefühl, dass hier ein echter Profi am Werk war. Kenneth Branagh liefert eine grandiose Grundlage für die bombastischen Ereignisse, die jenseits der Erde über den Sieg von Gut oder Böse entscheiden werden. Dagegen wirken die Szenen auf unserer altbekannten Erde fast etwas öde. Dies liegt vor allem an den Charakteren, die in der Götterwelt so viel interessanter wirken. Da wäre z.B. der allmächtige Odin (hochherrschaftlich gespielt von Anthony Hopkins), oder der zwiespältige Loki (Tom Hiddleston), der sich vom Bösen verführen lässt, obwohl er sich doch nur nach Liebe gesehnt hat, der erhabene Heimdall (Idris Elba), der das Tor zu Asgard mit geballter Willenskraft verteidigt und natürlich Thor, der Hitzkopf und Draufgänger, dem dennoch alle Herzen zufliegen. Chris Hemsworth überzeugt durch sein charismatisches Auftreten und seiner gleichzeitigen Trotteligkeit, wenn er sich als Gott auf der Erde nicht respektvoll genug behandelt fühlt. Im Gegensatz dazu wirken alle Sterblichen wie unbeschriebene Blätter. Natalie Portman bleibt als Jane merkwürdig blass und so kann auch sie die Erde-Episoden nicht richtig aufpeppen.

Leider schafft es der Film nicht, das gewöhnliche Actionheld-Genre zu übersteigen. Die Beziehungen der Figuren untereinander werden nur hier und da näher beleuchtet und oftmals kippt der Film in Klischees ab. Der irdische Showdown zwischen Thor und dem Metallmann wirkt viel mehr wie eine neue Version eines Power-Ranger-Kampfes als ein spannendes Finale. Dafür wird man aber einigermaßen mit dem Finale in Asgard entschädigt.

Ein bisschen mehr Poesie hätte man sich von einem Shakespeare-Regisseur doch gewünscht. Dennoch gibt es definitiv originellen Wortwitz, was den Film vom Durchschnitt abhebt. Es ist schon urkomisch wenn ein blonder Muskelprotz seinen Bierkrug mit einem Schlag zu Boden wirft und dabei brüllt: „Ein gutes Gesöff! Mehr davon!“ oder wenn er sich an anderer Stelle empört: „Du wagst es Thor zu bedrohen... und das mit so einer mickrigen Waffe!“ Im nächsten Teil bitte noch mehr davon!

 

Wertung: 2,3

21.5.11 00:26

bisher 1 Kommentar(e)     TrackBack-URL


Nico (21.5.11 16:38)
Leider schafft es der Film nicht, das gewöhnliche Actionheld-Genre überhaupt zu erreichen!
In meinen Augen die gröbste Zeitverschwendung seit ~Iron Man 2...

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