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Black Swan von Darren Aronofsky

Wahnsinn, Traum, Wahrheit, Intrige oder Täuschung? 

Nina ist eine hochbegabte Balletttänzerin und hat nun endlich ihr großes Ziel erreicht: sie wird die Hauptrolle im „Schwanensee“ tanzen. In der Rolle des weißen Schwans ist sie perfekt – engelsgleich, sanft und unschuldig. Doch die Parallelrolle des schwarzen Schwans macht ihr schwer zu schaffen – Leidenschaft und unterschwellige Aggressivität fehlen für die Glaubwürdigkeit. Ihre neue Kollegin Lily stellt eine ernsthafte Konkurrenz für Nina dar und schon bald vermutet sie eine Intrige Lilys, ihr hinterrücks die Rolle wegnehmen zu wollen. Angetrieben von ihrem Ballettlehrer und ihren eigenen Zweifeln, versucht sie, stärker in die Magie des schwarzen Schwans einzutauchen und sich ihren Ängsten zu stellen, doch bald findet sie sich in einem verwirrenden Psychospiel wieder, welches sie zu zerstören droht.

In unheimlichen, kühlen, schaurig-schönen, Bildern vermittelt der Film die Geschichte einer Frau, die krankhaft ehrgeizig ihre eigene Verwandlung herbeiführen will. Die Farben Weiß und Schwarz werden kunstvoll eingesetzt und obwohl sie mit den einfachen Bedeutungen ‚gut’ und ‚böse’ besetzt sind, ist die Wirkung dieses Wechselspiels überzeugend. Zudem wird mit Licht und Schatten, Einbildung und Realität, Unruhe und Stillstand eine intensive Welt aus psychologischen Fallen konstruiert, der man sich nicht entziehen kann. Man verfolgt Ninas Entwicklung und weiß irgendwann selber nicht mehr, was Wahrheit und was Wahnsinn ist. Man verliert sich mit ihr und spürt förmlich, wie der schwarze Schwan langsam die Oberhand gewinnt. Die Symbolik des Filmes allein sorgt schon für Gänsehaut, angefangen bei offensichtlichen Dingen, z.B. wenn sich Ninas Körper verändert, sie blutet, oder ihr Federn wachsen, bis hin zu kleinen Hinweisen, wie der Lichtausfall bei den Proben, der auf Kontrollverlust hindeutet oder die verstümmelte kleine Ballerinenfigur in Ninas Spieldose, die ihre innere Zerrissenheit symbolisiert. Auch zeigt der Film auf einer anderen Ebene die Persönlichkeitsentwicklung eines jungen Mädchens, die mit der Entdeckung ihrer Sexualität einhergeht und in ihr Ängste und Blockaden entstehen lässt. Diese Ebene verschwimmt mit der eigentlichen Handlung und zusammen kreieren sie eine hochkomplexe Charakterzeichnung.

Die Intensität, die fast panikartig auf den Zuschauer übergeht, erreicht in einigen horrorartigen Szenen ihren Höhepunkt. Wahnvorstellungen und Selbstverstümmelungen bestimmen die nervenzerreißende Atmosphäre und gesteigert wird dies noch von der umwerfenden Darstellung von Natalie Portman. Sie gibt sich voll und ganz der Rolle hin; in ihrem Gesicht kann man Schmerz, Angst, Unsicherheit, Triumph und Macht ablesen.

Definitiv eine Oscarwürdige Vorstellung, die dem Zuschauer einiges abverlangt und ihn gleichzeitig fasziniert und erschreckt. Gänsehaut pur!

Persönliche Wertung: 1.3

26.1.11 18:37

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