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Dickste Freunde von Ron Howard

Wann hört die Ehrlichkeit in einer Freundschaft auf?

Ronny und Nick sind nicht nur seit vielen Jahren eng befreundet, sondern sie sind auch Arbeitskollegen, die Motoren für Elektroautos entwickeln und diese an größere Autohersteller verkaufen. Nick kümmert sich um die Technik, Ronny bringt ihre Ideen an den Mann. So bekommen sie bald einen großen Auftrag; im Job läuft es dementsprechend gut und privat eigentlich auch, denn Nick ist glücklich verheiratet mit Geneva und Ronny plant, seiner  Freundin Beth einen Heiratsantrag zu machen. Durch Zufall beobachtet Ronny, dass Geneva eine Affäre hat und von nun an plagt ihn die Frage, ob er seinem besten Kumpel davon erzählen soll, oder ob er ihn lieber nach Erledigung des Jobs damit belasten soll. Zunächst versucht er jedoch, Geneva zur Rede zu stellen und setzt alles dran, das Verhältnis hinter Nicks Rücken zu beenden. Aber ist das die richtige Lösung?

Zunächst einmal muss ich an dieser Stelle zugeben, dass ich kein Fan von dieser Art Komödie bin. Es geht einfach nur darum, möglichst viele „witzige“ Elemente einzubauen, die im Endeffekt alle guten Ansätze zunichte machen. So gibt die Grundidee einigermaßen was her, jedoch wird sie durch das idiotische Verhalten aller Beteiligten und den überaus peinlichen Nebenfiguren, z.B. Genevas volltätowierter Lover in Form eines änglichsten Hänflings oder Ronnys and Nicks immergeile Projektleiterin mit Frauenständer, vollkommen in den Hintergrund gerückt und man ist nur noch genervt von den ganzen überflüssigen Nebensächlichkeiten. Bedeutendere Themen, wie „Probleme einer langjährigen Ehe“ werden zwar angerissen, jedoch nicht weiter ausgeführt. Stattdessen berufen sich zwischenmenschliche Konflikte auf unbedeutende Dinge. Beispielsweise ist Nick unheimlich sauer auf Ronny, weil er ihm nichts von der Affäre erzählt hat, aber das eigentliche Problem, nämlich der Ehebruch, ist erst mal ausgeblendet. Andersherum macht Ronny seinen Freund nicht darauf aufmerksam, dass auch Nick ihn angelogen hat. Welche Moral soll man denn jetzt bitte annehmen? – ‚Belüge nie deinen besten Freund!’ funktioniert jedenfalls nicht.

Die Hauptdarsteller sorgen auch nicht gerade für Besserung: Vince Vaughn, der Mann ohne Mimik und Kevin James schaffen es nicht wirklich, die Sympathie der Zuschauer für sich zu gewinnen, da sie eher wie große Kinder wirken und nicht mit ihren beiden Superfrauen, Jennifer Connelly und Winona Ryder mithalten können. Wegen ihnen erhält der Film wenigstens noch ein bisschen Biss, vor allem wegen Winona Ryder als Geneva, der jede Intrige und Lüge recht ist, um ihre Affäre geheim zu halten.

Ansonsten ist dieser Film verschwendete Zeit. Da kann man sich lieber seinen besten Kumpel schnappen und mit ihm zusammen ein Bier trinken gehen.

 

Persönliche Wertung: 4,3

25.1.11 11:45

bisher 2 Kommentar(e)     TrackBack-URL


(26.1.11 14:45)
Cosima....
Wo bleibt die Bewertung zu Black Swan???


finakino (26.1.11 17:20)
jaja... kommt noch :-)

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