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Brothers von Jim Sheridan

Zwei Brüder, eine Familie und Erfahrungen, die alles für immer verändern.

Sam und Grace sind glücklich verheiratet und haben zwei kleine Mädchen, Isabelle und Maggie. Sams Bruder Tommy, der gerade wegen Bankraub seine Gefängnisstrafe abgesessen hat, stößt bei Grace und auch bei seinem Vater auf Abneigung. Eine kurze Wiedervereinigung der Familie wird unterbrochen von Sams Militäreinsatz in Afghanistan, von dem er nicht zurückkehrt, denn zusammen mit einem Freund wird er als Geisel festgehalten und gefoltert. Grace derweil kämpft mit dem Gedanken, ohne Sam leben zu müssen, da sie ihn für tot hält und Tommy, der einen Weg sucht, mit dem Verlust umzugehen, nimmt sich der trauernden Familie liebevoll an. Aus lauter Einsamkeit entwickelt Grace Zuneigung für Tommy und auch die beiden Mädchen beginnen, ihren Onkel zu lieben. Währendessen wird Sam in Afghanistan befreit und nach Hause gebracht....

Nach der Inhaltsangabe könnte man leicht denken, dass Pearl Harbor 2 gedreht wurde, doch dies ist eindeutig nicht der Fall. Hier wird eine kitschfreie und sensible Geschichte erzählt von einem Mann, den seine traumatischen Erlebnisse so stark verändern, dass eine Familie daran zu zerbrechen droht. Toby Maguire ist herausragend als Sam, der durch seine Gefangenschaft verwandelt wird von einem liebevollen Ehemann und Vater in einen desillusionierten, zweifelnden und aggressiven Mann, der seine schrecklichen Erfahrungen tief in sich begraben will. Natalie Portman lässt einen mitfühlen, wie es ist, die Liebe des Lebens zu verlieren und plötzlich alleinerziehende Mutter zu sein. Wenn ihr die Tränen in die Augen steigen, möchte man mitweinen. Auch Jake Gyllenhaal beweist, dass er den kriminellen, ausgegrenzten Bruder genauso gut verkörpern kann, wie den sensiblen Onkel. Sogar die Nebenrollen überzeugen mit einer großen emotionalen Bandbreite, wie z.B. Sam Shepard als Vater oder Bailee Madison als Isabelle, die jetzt als Kind schon so facettenreich und wandelbar schauspielern kann. Das Schauspielerensemble macht den Film zu einem intensiven Erlebnis und auch das Thema der Bewältigung von Kriegserlebnissen, welches hier in Form eines authentischen Familiendramas gezeigt wird, packt den Zuschauer von der ersten bis zur letzten Sekunde.

Der Dramatik werden ein paar wahrhaft lustige Momente gegenübergestellt, in denen beispielsweise eine Nase mit einer Mondfinsternis verglichen, oder äußerst unmodische Herrenunterwäsche kommentiert wird. Es gibt stille Momente, in denen Grace versucht, sich dem heimgekehrten Sam wieder zu nähern oder Sam selbst versucht, sein Leben wieder zu ordnen, jedoch einen Moment später die Verzweiflung aus ihm hinausbricht und er seinen Bruder mit einer Waffe bedroht. Hier spürt man die Wut, Trauer, Liebe und die Unberechenbarkeit des Lebens.

Es wird einem ermöglicht, sich in jeden einzelnen Charakter hineinzuversetzen und zugleich wird man von der Intensität der Geschichte so mitgerissen, dass man gleichzeitig weinen und lachen möchte. Großartiges Gefühlskino mit herausragenden Darstellern!

Wertung: 1,0

18.1.11 11:40

bisher 1 Kommentar(e)     TrackBack-URL


(18.1.11 17:55)
Also je länger ich drüber nachdenke, desto langweiliger und vor allem langatmiger finde ich den Film. Ich kann Deine 1,0 irgendwie nicht nachvollziehen. Hab mich im Kino stellenweise ziemlich gelangweilt und fand das genze auch ganz schön vorhersehbar. Na ja...



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